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Dr. Karin Uphoff

Akademie: Experten-Tipps

Auf dieser Seite finden Sie die neuesten Tipps und Anregungen von Kommuniaktions-Coach und ldt-Gründerin Dr. Karin Uphoff.

Zu was muss ich Nein sagen, um Ja sagen zu können

Wie lässt sich Begeisterung aufrechterhalten? Was hemmt und bremst uns und erzeugt Widerstände? Kommunikations-Coach Dr. Karin Uphoff sagt: „Wenn wir inneren Widerstand oder Unbehagen spüren, sind das wertvolle Warnsignale! Daher: nicht wegdrücken, sondern genau hinschauen, was im Großen oder – meist – im Kleinen nicht passt.“

Die Frage, die sich laut Uphoff stellt, lautet „Zu was muss ich NEIN sagen, um JA sagen zu können?“ „Wenn wir verstehen, woher der Widerstand rührt, können wir im  nächsten Schritt schauen, wozu wir NEIN sagen müssen, um zu einem Projekt/unserer Arbeit/im Privaten insgesamt JA sagen zu können. Dieses NEIN kann Mut erfordern! Sich selbst und auch anderen gegenüber.“

NEIN sagen zu was?

- Nein zu Perfektion? Nein zu „Ich schaff‘ das schon alleine“?

- Nein zum Projekt? Nein zu der Art der Umsetzung? Nein zum blinden Gehorsam?

- Nein zu einzelnen Aktivitäten? Nein zu einem Bild, das ich nach außen darstellen will?

- Nein zu hohen Anforderungen? Nein zum Bewundertwerdenwollen?

- Nein zu „Ich bin nur bei Leistung etwas wert“? Nein dazu, sich innerlich zu wappnen? 

In aller Ehrlichkeit hinzuschauen und in sich hineinzuspüren, kann der erste Schritt sein, um sich von inneren Glaubenssätzen, den eigenen Erwartungen oder denen anderer zu befreien. Damit wird der Weg wieder frei für Leichtigkeit, Freude und Begeisterung. Dr. Karin Uphoff bietet auch Intensiv-Workshops zu diesem und anderen Themen rund um die Praxisführung an.

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Teamführung erfordert Klarheit

Interview mit Dr. Karin Uphoff, Kommunikations-Trainerin, Initiatorin des ladies dental talk

1. Was sind aus Ihrer Sicht die besonderen Herausforderungen, die Teamführung in einer Praxis mit sich bringen?

Dr. Karin Uphoff: Eine Zahnärztin hat viele unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Sie ist diejenige, die am Stuhl das Geld verdient, sie kümmert sich um die betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekte der Praxisführung wie etwa QM oder die Investition in Personal, Technik oder Umbauten  UND sie führt das Team, das sie außerdem auch selbst auswählen und ausbilden muss. Das ist ganz schön viel! Noch dazu arbeiten in einer Praxis Chefin und Team sehr eng zusammen, persönlich wie auch räumlich am Stuhl, es gibt somit nur wenig Rückzugsmöglichkeit.

2. Was brauchen Zahnärztinnen, um diesen vielen unterschiedlichen Aufgaben gerecht zu werden und hier insbesondere für die Teamführung?

Dr. Karin Uphoff: Sie brauchen Klarheit, die nicht zu verwechseln ist mit Distanziertheit und „Härte“. Um diese Klarheit zu finden, ist es hilfreich hinzuschauen: Was nervt mich? Und warum? In welche Falle tappe ich immer wieder? Bei welchen Arbeiten bin ich im „Flow“? Welche strengen mich an? Was sind ganz konkret MEINE Bedürfnisse (morgendliches gemeinsames Starten / Phasen der Ruhe oder für Nachbereitung eines Termins / klare Aufgabenverteilung / reibungslose Zuarbeit am Stuhl / gegenseitiges Unterstützen im Team ….)?

Sie brauchen Empathie, die nicht zu verwechseln ist mit Harmonie. Dazu gehören etwa uneingeschränkte Aufmerksamkeit, hinhören, ohne zu bewerten, Resonanz geben und dabei die Verantwortung für die Lösung privater wie auch praxisrelevanter Themen bei der/dem jeweiligen Mitarbeiter/in zu belassen, ihnen die Lösung und Verantwortung zuzutrauen. Feste Regeln und Rituale wie Meetings, regelmäßiger Austausch in kleiner oder größerer Runde können dabei unterstützen. Auch ein Blick von außen kann helfen, für sich klarer zu sehen.

3. Worum geht es in Ihren Workshops?

Dr. Karin Uphoff: Im Workshop arbeiten wir genau daran: an den ganz konkreten Fragen und Herausforderungen der Teilnehmerinnen im Praxisalltag. Ausgangspunkt ist immer ein Veränderungswunsch, zum Beispiel aus Erschöpfung, Stress oder Ratlosigkeit heraus. Oder weil da eine Lust und Bereitschaft ist, Dinge anders zu machen, ein Gefühl, dass noch mehr möglich ist.

Typische „Wünsche“ sind:

  • mehr Gelassenheit und Klarheit finden, mehr Raum für sich, für Weiterentwicklung und  die eigenen Bedürfnisse, ein „richtiges Maß“ von Abgrenzung und Gemeinschaftsgefühl
  • mehr Struktur, weniger Durcheinander/Wechsel in der Praxis
  • von den Mitarbeiter(inne)n mehr Eigenverantwortung und Verlässlichkeit, mehr Unterstützung, Dankbarkeit, Wertschätzung zu erhalten.

 
Um diese Themen zu bearbeiten, habe ich im Laufe der Jahre ein eigenes Konzept entwickelt,  insbesondere für die Zahnärztinnen als Chefinnen und für Praxis-Teams. Da fließen verschiedenste Erfahrungen und Erkenntnisse ein aus vielen Jahren in der Dentalbranche, aus intensiven Gesprächen an den Abenden des ladies dental talk, aus meiner Tätigkeit als Kommunikations-Trainerin und Dozentin, und persönlich auch ganz viel aus meinen eigenen Führungsherausforderungen als Unternehmerin und Mutter von 6 Kindern.

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