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Experten-Tipp: Betriebswirtschaft

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So wird Ihr Recall-System noch erfolgreicher   


Autorin:                                                                                                
Gabriele Bengel, Versicherungsexpertin, Praxisberaterin und Coach (to:dent.ta GmbH)

 

Die Unzufriedenheit der Arbeitnehmer mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ist groß. Jeder zweite Arbeitnehmer hält eine private Zusatzversicherung in Zukunft für unverzichtbar. Das ergab die aktuelle Studie „Kranken-Zusatzversicherung – Bedarf an Gesundheitsleistungen“  der weltweit tätigen Unternehmensberatung Towers Watson (www.towerswatson.com/germany), bei der rund 1000 Arbeitnehmer im Alter zwischen 20 bis 55 Jahren teilnahmen. Sie zeigt auf, wie sehr die  Bereitschaft gestiegen ist, Lücken im Katalog der gesetzlichen Leistungen in Eigenregie zu schließen.

Der Renner: Zahnzusatzversicherungen

Die größte Nachfrage verzeichnen Zahnzusatzversicherungen. 56,2 Prozent der Befragten gaben an, dass eine bessere Versorgung bei Zahnersatz bzw. Zahnprophylaxe aus ihrer Sicht für den Abschluss einer Zusatzversicherung spräche. Jeder zweite Befragte gab an, dass er bereits einen Versicherungsvertrag habe. Und von denen, die noch nicht versichert sind, planen 72,2 Prozent den Abschluss innerhalb der nächsten zwei Jahre – so das Ergebnis der Studie.  

Erfreulich für Zahnarztpraxen: Interesse an Prophylaxe

Während in der Vergangenheit die Zusatzversicherung für Zahnersatz im Fokus stand, ist inzwischen die regelmäßige Prophylaxe vermehrt zum Thema geworden. Der Gesundheitsförderung und
-vorsorge messen die Versicherten eine immer größere Bedeutung zu. Daher sind in den letzten Jahren vermehrt Zahnzusatz-Tarife auf den Markt gekommen, die Leistungen für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Individualprophylaxe erbringen. Der Vorteil dieser Komplett-Tarife liegt für den Patienten darin, dass er regelmäßig Leistungen von seiner Versicherung erhält und damit quasi einen Teil seiner Beiträge zurückbekommt. Je jünger der Patient beim Abschluss der Versicherung ist, desto günstiger ist es für ihn.

Mit Versicherungsschutz fällt es Patienten leichter

Zwei Mal pro Jahr Zahnreinigung – das kostet kein Vermögen. Dennoch folgen Ihre Patienten leichter Ihrem „Recall“, wenn die Kosten ganz oder zum großen Teil von einer Versicherung übernommen werden. Nutzen Sie das! Es gibt moderne Zahntarife, die Kosten für professionelle Zahnreinigung zu 100 Prozent übernehmen. Andere haben Höchstgrenzen und zahlen zum Beispiel zwei Mal pro Jahr maximal jeweils 60 bis 75 Euro. Einige Tarife stellen pro Kalenderjahr einen bestimmten Betrag zur Verfügung. So findet jeder Patient – egal, ob er ein Mal, zwei Mal oder mehrmals zu Ihnen zur Zahnreinigung kommt, einen Tarif, der zu seinen individuellen Anforderungen passt. Wissen Ihre Patienten das?

Bis zu 40 Euro würden viele zahlen

Die eingangs zitierte Studie ergab auch, dass fast alle Befragten – nämlich 94 Prozent – bereit sind, in eine Kranken-Zusatzversicherung zu investieren. Knapp 46 Prozent würden 5 bis 15 Euro monatlich ausgeben, ein Drittel sogar 15 bis 40 Euro monatlich.

Eine umfassende Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe gibt es für einen 30-jährigen bereits ab 18 Euro und für einen 40-jährigen ab 26 Euro im Monat.  

Krankenkassen zahlen Zuschuss

Und noch eine interessante Neuigkeit zum Schluss: es gibt Krankenkassen, die im Rahmen ihres Bonusmodells sogar einen Zuschuss bis zu 150 Euro pro Jahr für eine private (Zahn-)Zusatzversicherung bezahlen. Dazu muss der Versicherte lediglich bestimmte Vorsorgemaßnahmen – zum Beispiel die jährliche professionelle Zahnreinigung – nachweisen sowie das Bestehen eines Versicherungsvertrages.  So einfach geht das.

Sie sehen – im Idealfall hat Ihr Patient keinen Eigenanteil an der Individualprophylaxe zu zahlen. Gut für Ihre Patienten – gut für Ihr Recall-System.

Wenn Sie weitergehende Informationen haben möchten, nehmen Sie gerne Kontakt auf: per Email gabriele.bengel@todentta.de oder telefonisch 0711-69306435. 

 

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