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Experten-Tipp: Ergonomie am Arbeitsplatz

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Sitzen Sie gut – sehen Sie gut – arbeiten Sie gut?

 

Autor:   
Jørn Petersen, Business Development Manager (XO CARE A/S)                                                                            

Der Zahnarztberuf ist eine Tätigkeit, die die Wirbelsäule außergewöhnlich stark beansprucht. Kein Wunder, denn Zahnärztinnen und Zahnärzte nehmen oft stundenlang eine über den Patienten gebeugte Zwangshaltung ein, um möglichst gut an die zu behandelnde Zahnfläche zu gelangen. Laut einer repräsentativen Befragung vom Institut der Deutschen Zahnärzte sind bei 87 Prozent von 761 Zahnärztinnen und Zahnärzten schon einmal Nacken- und Rückenschmerzen aufgetreten. 23 Prozent mussten deshalb sogar die Behandlung unterbrechen. Frauen sind mit 44 Prozent häufiger betroffen als ihre Kollegen mit 35 Prozent. Die Gegenmaßnahme lautet „Haltung bewahren!“ Doch denken Sie während der Behandlung daran, aufrecht zu sitzen, dabei die Oberarme dicht am Körper zu halten, die Füße stets flach auf den Boden zu stellen und den Kopf nur leicht zu beugen? Umso wichtiger ist ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz, der die natürliche und stabile Körperhaltung unterstützt und damit haltungsbedingten Schäden vorbeugt.

Gut sitzen

Sie sitzen richtig, wenn Sie mit aufrechtem Kopf und gesenkten Schultern von der Körpermittelachse aus arbeiten und somit die natürliche Krümmung der Lendenwirbelsäule bewahren. Hierbei helfen Stühle mit verstellbarer Sitzflächenneigung und einer flexiblen Rückenlehne, die den Bewegungen der Sitzfläche automatisch folgt. Auch das Polster des Stuhls sollte atmungsaktiv und griffig sein, damit Sie beim Positionswechsel nicht herunterrutschen.

Gut sehen

Der richtige Abstand für entspanntes Sehen beträgt durchschnittlich 30 Zentimeter. Um dabei stets eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen zu können, müssen Sie in allen Positionen zwischen 9- und 12-Uhr arbeiten können. Diese Änderung der Position erfordert zentral platzierte Instrumente und Beinfreiheit. Auch die Einstellung der Kopfstütze bietet nicht nur Komfort für Ihren Patienten. Mit einer flexiblen Stütze, die sich sowohl absenken als auch anheben lässt, können Sie den Kopf in sechs verschiedene Richtungen verlagern und haben einen optimalen Blick auf alle Zahnflächen. Unterstützung bieten hier moderne LED-Operationsleuchten mit schatten- und blendfreiem Tageslicht, das parallel zur Blickrichtung einfällt.

Gut arbeiten

Sie sparen mehrere 1.000 Blickrichtungswechsel pro Tag, wenn Sie die Instrumente innerhalb Ihres peripheren Gesichtsfelds erreichen können. Empfehlenswert sind daher Behandlungseinheiten, bei denen der Instrumententräger zentral über der Brust des Patienten platziert ist. Dadurch können Sie und Ihre Assistenz sich auf den Patientenmund konzentrieren. Eine ausbalancierte Aufhängung der Instrumente verhindert einen Gegenzug an den Schläuchen selbst bei Seitenbewegungen. So bleibt Ihr Bewegungsapparat nachhaltig gesund.

Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zum Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz“ wünschen, nehmen Sie gerne Kontakt auf.

 

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