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Petra Knödler, Leiterin des Marktgebiets Mitte bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank

Experten-Tipp: Finanzierung

Die passende Praxisform finden

Teil 3: Praxisgemeinschaft

Autorin: Petra Knödler ist Leiterin des Marktgebiets Mitte bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Die Förderung von Heilberuflerinnen ist ihr ein besonderes Anliegen.

Die Selbstständigkeit ist auch heute für viele Zahnärztinnen und Zahnärzte eine erfolgsversprechende Option. In unserem 3-teiligen Beitrag „Die passende Praxisform finden“ zeigen wir unterschiedliche Wege auf. In Teil 1 haben wir die Besonderheit der Einzelpraxis unter die Lupe genommen. Im zweiten Teil ging es um Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) und Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Teil 3 widmet sich der Praxisgemeinschaft.

Gemeinsam günstiger

Die Zahlen der jährlichen Existenzgründungsanalyse der Deutschen Apotheker und Ärztebank und des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zeigen, dass es finanziell günstiger ist, die Selbständigkeit zusammen mit Kolleginnen/Kollegen anzugehen. Den geringsten Investitionsbedarf hatten demzufolge Zahnärztinnen/Zahnärzte, die zusammen mit Partner(inn)en eine Praxis als BAG übernahmen. In diesen Fällen entfielen durchschnittlich 223.000 Euro pro Praxisinhaber/in an, gegenüber 360.000 Euro für eine neu gegründete Einzelpraxis.  (siehe nebenstehendes Diagramm).

Praxisräume, Personal und Geräte gemeinsam nutzen

Doch auch wer lieber alleine arbeiten und behandeln möchte, kann Kosten einsparen. Das gilt besonders für bereits laufende Praxen, die örtlich beieinander liegen. In einer so genannten Praxisgemeinschaft, können bestimmte Ausgaben geteilt werden. Im Gegensatz zu BAG und MVZ schließen sich hier Zahnärztinnen/Zahnärzte nicht zur gemeinsamen Behandlung zusammen. Sie nutzen vielmehr gemeinschaftlich Praxisräume, Personal oder zahnmedizinische Apparate. Bei dieser Form der Kooperation steht der Wunsch, Kosten zu sparen, im Vordergrund. Behandlungsverträge werden nicht mit der Praxisgemeinschaft geschlossen, sondern mit der behandelnden Zahnärztin/dem behandelnden Zahnarzt. Diese rechnen auch gegenüber der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) mit ihren eigenen Abrechnungsnummern ab.

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte in BAG und MVZ stehen neben Kostenersparnissen außerdem weitere Vorzüge einer gemeinsamen Niederlassung im Fokus. Dazu zählen eine flexible Gestaltung der Arbeitszeiten sowie ein breiteres Leistungsspektrum, durch unterschiedliche Kompetenzen einzelner Kolleg(inn)en.

Selbständigkeit bietet viel Gestaltungsspielraum

Alles in allem gibt es mit den beschriebenen Modellen eine große Vielfalt für Zahnärztinnen und Zahnärzte, die sich gerne selbstständig machen möchten. So können junge Zahnärztinnen/Zahnärzte in Elternzeit etwa zunächst als Angestellte den Praxisbetrieb in Halbzeit genauer kennenlernen. Wer eigenverantwortlich und unabhängig sein möchte, kann seine Vorstellungen in einer Einzelpraxis umsetzen. So lässt sich der berufliche Werdegang optimal den verschieden Lebensphasen und unterschiedlichen Unternehmertypen anpassen.

Ein persönliches Beratungsgespräch mit der Bank des Vertrauens kann zu mehr Sicherheit beitragen, um die für Sie am besten geeignete Praxisform zu finden. 

 

Überblick Investitionen


Kontakt:

Petra Knödler
Leiterin des Marktgebiets Mitte

Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Niederlassung Frankfurt
Mainzer Landstraße 275
60326 Frankfurt
Tel. 069-795092-900