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Hygienevorschriften kosten zu viel Zeit und Geld

In unserer letzten Umfrage haben wir Zahnärztinnen gefragt: Wie beurteilen Sie die bestehenden Hygienevorschriften? So haben sie abgestimmt:

 

(50 Zahnärztinnen haben an der Umfrage teilgenommen.)

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass etwa die Hälfte der befragten Zahnärztinnen die bestehenden Hygienevorschriften für machbar, aber übertrieben hält. Einige Zahnärztinnen berichten davon, dass sie sich durch die vielen Vorschriften "gegängelt" fühlen und dass die Einhaltung der Hygieneanforderungen zu viel Zeit und Geld kostet:

"Das Konzept, dass wir krankenhausähnliche Hygiene vorhalten müssen, halte ich im ambulanten Bereich für katastrophal und absolut übertrieben, da ich die Kosten auf meine Patienten umlegen muss. Damit habe ich mehr und mehr Verkaufgespräche, die meine Motivation, eine Praxis zu führen, gegen Null gehen lassen."

"Ich habe zunehmend den Eindruck als dürften wir ausbaden, was in der Krankenhaushygiene jahrzehntelang versäumt wurde. Inzwischen betreiben wir einen derartigen (teuren) Aufwand in meiner Praxis - das geht auf keine Kuhhaut!"

"Viel zu teuer... zu viele neue Firmen profitieren von den Zahnärzten, die dem ausgeliefert sind und es gibt zu wenig Unterstützung für die Zahnärzte. Die Ausgaben sind mittlerweile dreimal so hoch für selbstständige Zahnärzte."

Neben den Zahnärztinnen, die die Hygienebestimmungen für machbar halten, hat ein großer Teil  Schwierigkeiten mit der Umsetzung. Mehrere Zahnärztinnen berichten z. B.:

"Leider ist es für eine Praxis vüllig unklar, wie die gesetzlichen Regelungen wiklich sind. Jeder Kurs macht andere Aussagen."

"Teilweise sind die Bestimmungen zur Umsetzung praxisfern und unlogisch."

(Alle Stellungnahmen der teilnehmenden Zahnärztinnen finden Sie >>hier.)

Das unabhängige Prüflabor Hücker & Hücker macht immer wieder die Erfahrung, dass Zahnärztinnen beim Thema Hygiene verunsichert sind. Um kein Risiko einzugehen, tun sie häufig mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Meist bleibt trotzdem ein ungutes Gefühl.

Mit Julia Reinke-Lange, Fachliche Beraterin bei Hücker & Hücker, haben wir über die „typischen“ Fehler und Wissenslücken bei der Umsetzung der Hygienevorschriften gesprochen und darüber, welche unnötigen Maßnahmen Zahnarztpraxen viel Zeit und Geld kosten. >> zum Interview

Bewertungsportale haben schlechten Ruf bei vielen Zahnärztinnen

 Ergebnisse Umfrage Bewertungsportale

Die Ergebnisse unserer letzten Umfrage zum Thema Bewertungsportale zeigen, dass nur ein Fünftel der beteiligten Zahnärztinnen den Bewertungsportalen positiv gegenüber stehen. Eine Zahnärztin berichtet z. B. davon, dass Bewertungsportale der Praxis schon Neupatienten gebracht hätten.

Die meisten Zahnärztinnen sind jedoch klar gegen Bewertungsportale. Viele haben negative Erfahrungen gesammelt. Die stärksten Argumente gegen Bewertungsportale sind:

  • Praxen haben keine Chance, auf schlechte Kritik zu reagieren
    „Es besteht keine Chancengleichheit. Der Arzt kann nicht antworten, da alles unter die Schweigepflicht fällt. Der Patient kann alles behaupten.“
  • Bewertungen können gefälscht/gekauft sein
    „Wenn man eine Mitgliedschaft bezahlt bekommt man eine Top Bewertung. Also alles in allem nicht hilfreich für Patienten und Praxen.“

    „Der Kunde zahlt ja ordentlich dafür und schon ist sein Profil bei 1,0!“
  • Patienten können nur subjektiv beurteilen
    „Eine Bewertung ist immer etwas Persönliches zwischen PATIENT UND ZAHNARZT und sollte nicht der Allgemeinheit als einheitliche Bewertung dienen."
    „Zahn-/Ärztliche Leistungen können nicht bewertet werden, sondern es werden individuelle Empfindungen damit gleichgesetzt.


(Alle Stellungnahmen der teilnehmenden Zahnärztinnen finden Sie >>hier.)

Gibt es Möglichkeiten, rechtlich gegen unzulässige Bewertungen vorzugehen? Und wie können Zahnärztinnen negative Kritik als Chance nutzen? Darüber haben wir mit Expertinnen unseres Netzwerks für Medizinrecht gesprochen. Die Antworten von Katri H. Lyck und Stephanie Lamp lesen Sie im Interview „3 Fragen, 3 Antworten“.

Geldanlage und Altersvorsorge: Zahnärztinnen zurückhaltend

Ergebnisse Umfrage Geldanlage

Die Umfrage-Ergebnisse bekräftigen das Feedback der Teilnehmerinnen vom jüngsten ladies dental talk Frankfurt bei J.P. Morgan: Auch hier zeigte sich, dass die Mehrheit der Zahnärztinnen in Sachen Vermögensaufbau noch nicht aktiv ist. Denn sie wünschen sich mehr Durchblick und fundierte Informationen. Diesem Wunsch kommt der ladies dental talk nun mit der neuen Veranstaltungsreihe „ladies financial talk“ nach.

Eine Teilnehmerin der Umfrage befürwortet den Fokus auf die Finanzen so: „Ich weiß, dass ich mich dringend damit beschäftigen müsste, habe aber das Thema bisher aktiv verdrängt. Gut, dass Sie es aufgreifen!!! Ich bin dabei!!