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Zahnärztinnen setzen auf ein harmonisches Miteinander

In unserer Umfrage zum Thema Arbeitsklima haben wir Zahnärztinnen gefragt: Was ist Ihnen beim Miteinander im Praxis-Team besonders wichtig? So haben sie abgestimmt:

 

(49 Zahnärztinnen haben an der Umfrage teilgenommen.)

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass für die Mehrheit der befragten Zahnärztinnen ein harmonisches Miteinander im Praxis-Team wichtig ist, bei dem auch private Angelegenheiten und Sorgen untereinander ausgetauscht werden.

Eine Zahnärztin berichtet: „Da gibt es doch gar keine andere Antwort. Wenn eine Mitarbeiterin z. B. ständig zu spät kommt, muss man sich interessieren. Vielleicht hat sie zu Hause ein schwieriges Problem, dass wir nicht kennen? Außerdem ist es doch spannend, sich gemeinsam mit dem Team persönlich weiter zu entwickeln. Davon profitieren alle!“

Bei den Umgangsformen „berufliche Nähe“ und „professionelle Distanz“ halten sich die Ergebnisse ungefähr die Waage. Viele Zahnärztinnen sind sich einig, dass sich Harmonie und „Chefin sein“ nicht ausschließen müssen, wichtig sei aber, eine gewisse Distanz zu wahren und die Mitarbeiter mit „Sie“ anzureden. Vor allem in einem kleinen Team fließe Privates ganz automatisch mit ein und sei wichtig, um z. B. in schwierigen Situationen Verständnis füreinander zu haben. „Professionell und harmonisch, menschliche Nähe aber durchsetzungsfähig mit gegenseitigem Respekt“, lautet das Feedback einer Teilnehmerin.

(Alle Stellungnahmen der teilnehmenden Zahnärztinnen finden Sie >>hier.)

Tipp

Dr. Karin Uphoff ist eine erfahrene Kommunikations-Trainerin, selbst Unternehmerin und seit vielen Jahren in der Dentalbranche zu Hause. Wir haben sie befragt, was aus ihrer Erfahrung heraus nötig ist, damit das Miteinander im Praxis-Team bestmöglich gelingt.  >> zum Interview

Hygienevorschriften kosten zu viel Zeit und Geld

Wir haben Zahnärztinnen gefragt: Wie beurteilen Sie die bestehenden Hygienevorschriften? So haben sie abgestimmt:

 

(50 Zahnärztinnen haben an der Umfrage teilgenommen.)

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass etwa die Hälfte der befragten Zahnärztinnen die bestehenden Hygienevorschriften für machbar, aber übertrieben hält. Einige Zahnärztinnen berichten davon, dass sie sich durch die vielen Vorschriften "gegängelt" fühlen und dass die Einhaltung der Hygieneanforderungen zu viel Zeit und Geld kostet:

"Das Konzept, dass wir krankenhausähnliche Hygiene vorhalten müssen, halte ich im ambulanten Bereich für katastrophal und absolut übertrieben, da ich die Kosten auf meine Patienten umlegen muss. Damit habe ich mehr und mehr Verkaufsgespräche, die meine Motivation, eine Praxis zu führen, gegen Null gehen lassen."

"Ich habe zunehmend den Eindruck als dürften wir ausbaden, was in der Krankenhaushygiene jahrzehntelang versäumt wurde. Inzwischen betreiben wir einen derartigen (teuren) Aufwand in meiner Praxis - das geht auf keine Kuhhaut!"

"Viel zu teuer... zu viele neue Firmen profitieren von den Zahnärzten, die dem ausgeliefert sind und es gibt zu wenig Unterstützung für die Zahnärzte. Die Ausgaben sind mittlerweile dreimal so hoch für selbstständige Zahnärzte."

Neben den Zahnärztinnen, die die Hygienebestimmungen für machbar halten, hat ein großer Teil  Schwierigkeiten mit der Umsetzung. Mehrere Zahnärztinnen berichten z. B.:

"Leider ist es für eine Praxis völlig unklar, wie die gesetzlichen Regelungen wirklich sind. Jeder Kurs macht andere Aussagen."

"Teilweise sind die Bestimmungen zur Umsetzung praxisfern und unlogisch."

(Alle Stellungnahmen der teilnehmenden Zahnärztinnen finden Sie >>hier.)

Das unabhängige Prüflabor Hücker & Hücker macht immer wieder die Erfahrung, dass Zahnärztinnen beim Thema Hygiene verunsichert sind. Um kein Risiko einzugehen, tun sie häufig mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Meist bleibt trotzdem ein ungutes Gefühl.

Mit Julia Reinke-Lange, Fachliche Beraterin bei Hücker & Hücker, haben wir über die „typischen“ Fehler und Wissenslücken bei der Umsetzung der Hygienevorschriften gesprochen und darüber, welche unnötigen Maßnahmen Zahnarztpraxen viel Zeit und Geld kosten. >> zum Interview

Bewertungsportale haben schlechten Ruf bei vielen Zahnärztinnen

 Ergebnisse Umfrage Bewertungsportale

Die Ergebnisse unserer Umfrage zum Thema Bewertungsportale zeigen, dass nur ein Fünftel der beteiligten Zahnärztinnen den Bewertungsportalen positiv gegenüber stehen. Eine Zahnärztin berichtet z. B. davon, dass Bewertungsportale der Praxis schon Neupatienten gebracht hätten.

Die meisten Zahnärztinnen sind jedoch klar gegen Bewertungsportale. Viele haben negative Erfahrungen gesammelt. Die stärksten Argumente gegen Bewertungsportale sind:

  • Praxen haben keine Chance, auf schlechte Kritik zu reagieren
    „Es besteht keine Chancengleichheit. Der Arzt kann nicht antworten, da alles unter die Schweigepflicht fällt. Der Patient kann alles behaupten.“
  • Bewertungen können gefälscht/gekauft sein
    „Wenn man eine Mitgliedschaft bezahlt bekommt man eine Top Bewertung. Also alles in allem nicht hilfreich für Patienten und Praxen.“

    „Der Kunde zahlt ja ordentlich dafür und schon ist sein Profil bei 1,0!“
  • Patienten können nur subjektiv beurteilen
    „Eine Bewertung ist immer etwas Persönliches zwischen PATIENT UND ZAHNARZT und sollte nicht der Allgemeinheit als einheitliche Bewertung dienen."
    „Zahn-/Ärztliche Leistungen können nicht bewertet werden, sondern es werden individuelle Empfindungen damit gleichgesetzt.


(Alle Stellungnahmen der teilnehmenden Zahnärztinnen finden Sie >>hier.)

Gibt es Möglichkeiten, rechtlich gegen unzulässige Bewertungen vorzugehen? Und wie können Zahnärztinnen negative Kritik als Chance nutzen? Darüber haben wir mit Expertinnen unseres Netzwerks für Medizinrecht gesprochen. Die Antworten von Katri H. Lyck und Stephanie Lamp lesen Sie im Interview „3 Fragen, 3 Antworten“.

Geldanlage und Altersvorsorge: Zahnärztinnen zurückhaltend

Ergebnisse Umfrage Geldanlage

Die Umfrage-Ergebnisse bekräftigen das Feedback der Teilnehmerinnen vom jüngsten ladies dental talk Frankfurt bei J.P. Morgan: Auch hier zeigte sich, dass die Mehrheit der Zahnärztinnen in Sachen Vermögensaufbau noch nicht aktiv ist. Denn sie wünschen sich mehr Durchblick und fundierte Informationen. Diesem Wunsch kommt der ladies dental talk nun mit der neuen Veranstaltungsreihe „ladies financial talk“ nach.

Eine Teilnehmerin der Umfrage befürwortet den Fokus auf die Finanzen so: „Ich weiß, dass ich mich dringend damit beschäftigen müsste, habe aber das Thema bisher aktiv verdrängt. Gut, dass Sie es aufgreifen!!! Ich bin dabei!!